Computer Modell Katalog

PC 8086 / 8088 / XT

-> Computer auf Basis einer Intel 8086 bzw. 8088 oder kompatiblen CPU

8086 - NEC V30 CPU Daten :

· 1 MByte direkt adressierbarer Speicherraum
· 24 Adressmodi
· 20 Bit Adreßbusbreite
· externe Datenbusbreite 16 Bit
· 8-bit, 16-bit signed & unsigned
· 14 Word, by 16-Bit Register Set with Symmetrical Operations
· Multibus System compatible Interface
· ausgeliefert als 40-Lead Cerdip & Plasic Package
· 2.5 Watt Energieverbrauch
· 5 MHz bei 8086
· 8 MHz bei 8086-2
· 10 MHz bei 8086-1
· Arbeitstemperatur zwischen 0°C und 70°C
· hergestellt in HMOS Technik
· die Prozessoren der V-Reihe sind in CMOS Technik ausgeführt
· die V40 Prozessoren sind Erweiterungen des V20 (8251, 8253 & 8255 wurden integriert)

Bezeichnung NEC Prozessoren :
uPD 70108-5 [5 MHz Variante des V20]
uPD 70108-8 [8 MHZ Variante des V20]
uPD 70108-10 [10 MHz Variante des V20]
uPD 70208-8 [8 MHz Variante des V40]
uPD 70208-10 [10 MHz Variante des V40]

Bezeichnung Zilog Prozessoren :
Z 70108-5DS [5 MHz Variante des V20]
Z 70108-8DS [8 MHz Variante des V20]

8088 - NEC V20 CPU Daten :

· wie oben, jedoch bei externen nur 8-Bit Zugriffe
· die Prozessoren der V-Reihe sind in CMOS Technik ausgeführt
· die V50 Prozessoren sind Erweiterungen des V20 (8251, 8253 & 8255 wurden integriert)

Bezeichnung NEC Prozessoren :
uPD 70116-5 [5 MHz Variante des V30]
uPD 70116-8 [8 MHZ Variante des V30]
uPD 70116-10 [10 MHz Variante des V30]
uPD 70216-8 [8 MHz Variante des V50]
uPD 70216-10 [10 MHz Variante des V50]

Bezeichnung Zilog Prozessoren :
Z 70116-5DS [5 MHz Variante des V30]
Z 70116-8DS [8 MHz Variante des V30]

Was bringt mir ein 8086er um die Jahrtausendwende ?

Sie haben einen alten PC oder XT Klasse Personal Computer auf dem Speicher ihres kürzlich verstorbenen Onkels gefunden, oder zufällig auf der Straße gefunden. Für die eine oder andere Aufgabe wird Ihnen der Computer sicher treue Dienste leisten können. Doch betrachten wir diesen Kasten (er ist aus Metal – oder ?) und versuchen herauszufinden, was so alles in ihm steckt. Eines sei gleich vorweg gesagt, gibt er keinen Pips von sich, auch nicht nach ca. 25 Minuten Kabelkontrolle, dann erledigen Sie bitte den Rat der meisten Buchautoren (bringen Sie ihn zum Receyclinghof), daß gleiche gilt für das evtl. Fehlen einer Festplatte – ohne diese wird kein vernünftiges Arbeiten möglich sein. Aber, die Festplatte läuft, ein i8086 oder kompatibler Prozessor verrichtet froh seinen ungekühlten Dienst und auf dem Monitor erscheint nach dem Bootvorgang ein DOS Prompt. Mit dem Befehl “ver” bekommen wir die Versionsnummer des Betriebssystems genannt, diese sollte “MS-DOS V3.0” oder “PC-DOS V3.0” lauten oder höher. Mit dem Befehl “chkdsk c:” erfahren wir mehr über den Arbeitsspeicher und die Festplatte. Ist der Arbeitsspeicher kleiner als 640 Kilobyte könnten Sie versuchen auf dem Elektroschrottplatz aus einem anderen PC die Speicherbausteine zu entfernen und Ihrem einzuverleiben (einfacher : Sie nehmen gleich den anderen Kasten mit, in der Hoffnung das er bereits über 640 Kb Hauptspeicher verfügt). Die Festplatte sollte für unsere Zwecke ca. 10 Megabyte freien Speicher vorweisen. Doch nun komme ich zum Punkt : Sie sollten mit diesem Computer ein Betriebssystemextender verwenden, der Ihnen möglichst komfortable Anwendungen bietet und die vorhandene Systemleistung schont. Da bleibt für den PC/XT mit 4,77 oder 8,0 MHz nur GEO WORKS 2.0, oder auch Geoworks Ensemble oder Geoworks DTP genannt. GEOS wurde bereits zu Commodore C-64 Zeiten von Berkeley Softworks entwickelt und 1992 auf den PC portiert. Die Übermacht von Microsoft Windows konnte Geos nicht stoppen, jedoch bildet es heute eine Alternative auf alten Computern.
Das Ensemble besteht aus folgenden Anwendungsprogrammen : WRITE mit den üblichen Drag&Drop Funktionen, Undo, Grafikeinbindungen, Schriftarten sind skalierbar von 4 bis 792 Punkten (dem Paket liegen die wichtigsten Fonts bei), ein 40.000 Worte Thesaurus hilft das passende Wort zu finden und eine 120.000 Worte umfassende Rechtschreibprüfung gilt auch heute noch als zeitgemäß. Import – Export Filter für folgende Programme gehören zum Lieferumfang : ASCII, Display Write, Hebrew Write, Lotus 1-2-3, MS Word, Multi-Mate & MultiMate Advantage, Signature, WordPerfect, WordPerfect für Windows 5.1, WordStar und XyWrite.
GEODRAW ist ein Wysiwyg (What You See Is What You Get) Grafikprogramm mit üblichen Funktionen, wie Füller, Box, Dreieck, Füllungen, Linie, Kreis etc.. Import – Export Filter : PCX, TIFF, GIF, CLP, und BMP.
GEOCALC heißt die Tabellenkalkulation im Geoworks Paket und arbeitet mit 8192x256 Zellen, sieben Grafik-typen können erstellt werden und 99 Funktionen gehören zum Umfang, Import – Export Filter für : WK1, WKS, CSV, und dBASE III, IV. Mit GEOFILE steht Ihnen eine relativ leistungsfähige Datenbank zu Verfügung, die maximal 16384 Datensätze erfassen kann, Import – Export Filter wie für die Tabellenkalkulation.
Vom GEOMANAGER aus können Sie direkt DOS Programme aufrufen, umbenennen oder bearbeiten. Ein Rechner gehört ebenso zum Leistungsumfang wie eine Solitärversion und ein Tetris Spiel. Sofern Sie über ein Hayes kompatibles Modem verfügen, können Sie mit GEOCOMM mit bis zu 19200 baud Daten fernübertragen.
Die Systemvoraussetzungen noch einmal im Überblick :

IBM PC, XT, AT, PS/2 oder 100% kompatibler PC
640 Kilobyte Arbeitsspeicher (2 MB empfohlen)
Festplatte mit mindestens 10 MB freier Kapazität
CGA, MCGA, EGA, VGA, Super VGA oder Hercules Grafikkarte
MS-DOS oder PC-DOS 3.0 oder höher
Logitech, Microsoft oder Mouse Systems Maus
Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker und Postscript Druckerunterstützung
(Farbdrucker werden unterstützt, nicht alle Qualitäten)
Novell, LANtastic, LAN Manager networks Netzwerkkomaptibel

Bezugsadresse :
Berkeley Softworks
2150 Shattuck Ave.
Berkeley, CA 94704
Telefon  +01 (415) 644-3456

Weitere Informationen finden Sie unter dem Suchbegriff “GEOS” im Internet. Natürlich können Sie mit einem PC/XT auch noch andere Programme zum laufen bringen. Unter Windows V2.x gibt es eine kleine Version des bekannten Microsoft Write, eine Schreibmaschine schlagen Sie mit dem Gespann aus Hard- und Software alle Male. Auch unter DOS gibt es bekannte Anwendungsprogramme, wie die Tabellenkalkulation dBase oder Lotus 1-2-3, mit Harvard Graphics for DOS können Sie einfach Grafiken und Organigramme entwerfen. Spieleklassiker wie Prince Of Persia, Bard´s Tale, Carrier Command oder Tetris laufen ebenfalls, wenn es sich hierbei auch um pure Nostalgie handelt.
Ein weiteres Betriebssystem war GEM von Digital Research, 1990 vom Atari ST zum PC portiert, wurde es mit den ersten Amstrad Modellen ausgeliefert. Das Malprogramm PAINT unter GEM war für damalige Verhältnisse wirklich umwerfend, heute gibt es jedoch selbst über das Internet keine weiteren Informationen mehr über dieses System, welches auf DOS-PRO aufsetzte, welches ebenfalls in der Versenkung der Zeit verschwand.
Spätere XTs, wie zum Beispiel der Amstrad 2086 gelten meines Erachtens immer noch als optisch ansprechende Geräte, da der Industriestandard hier und da außer acht gelassen wurde, bilden diese Rechner eine echte Abwechslung im einheitlichen Towerwald der 90er Jahre. Wirkliche Exoten sind zum Beispiel Palmtops wie der Atari Portfolio mit einem i8086 Prozessor und 128 Kilobyte Speicher, der sich auch noch in virtueller Festplatte und Arbeitsspeicher teilen muß. Ein 40x8 Zeichendisplay und eine eingebaute, Lotus 1-2-3 kompatible Tabellen-kalkulation machen diesen Zwerg zum ersten wirklichen Mini Personal Assistenten der Computergeschichte. Das Portfolio Operationsystem 2.01 ist 100% MS-DOS 2.01 kompatibel und über ein paralleles Anschlußkabel lassen sich die Daten des Zwergs auf einen großen Pentium-PC übertragen.

Klassifizierung      : 16-bit MS/PC-DOS System
Markteinführung      : 1981
Hauptprozessor       : i8086 oder i8088 und kompatible CPU
Taktfrequenz         : zwischen 4,77 MHz und 12 MHz
Hauptspeicher        : 256, 384, 512, 640 Kilobyte
Max. Hauptspeicher   : 1024 Kilobyte
Massespeicher        : MFM Festplatten Typ, Größen bis 40 Mb handelsüblich
Grafikauflösung      : mit SVGA Karten 800x600 Pixel bei 8bit Farbtiefe (als 8 bit ISA Bus Karte)
Soundausgabe         : kleinere Soundblaster, 8 bit Systeme, Adlib Karten
Softwareangebot      : gering, Mitte der 80er Jahre einst ein großes Angebot vorhanden